phenox GmbH und Kooperationspartner erhalten EU-Fördermittel für Entwicklung von Hirnimplantat

10.12.2018

Das Projekt „IANIS“ ist Gewinner im Leitmarktwettbewerb „LifeSciences.NRW“. Als Projektinitiator erhält die phenox GmbH in den nächsten 3 Jahren eine umfangreiche Förderung aus Mitteln des europäischenFonds für regionale Entwicklung. Das Antragvolumen des Projektes beträgt fast 3 Mio Euro. 

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Implantats zur Schlaganfallbehandlung, das mittels einer neuartigen Werkstoffkombination den Blutfluss in Hirn-Aneurysmen unterbinden soll. Auf diese Weise wird verhindert, dass es zu einem blutungsbedingten Schlaganfall kommt. Die neurointerventionelle Therapie von Gefäßaussackungen im Hirn (sog. zerebrale Aneurysmen) stellt dabei eine wirksame Methode zur Behandlung dar. Jedoch führt diese, trotz beachtlicher Fortschritte in der Implantatentwicklung in den letzten Jahren, in Einzelfällen nicht zu einer vollständigen Abdichtung des Aneurysmas, wodurch dieses weiterwachsen kann und das Risiko einer Gefäßruptur bestehen bleibt.

Ziel des Projekts „IANIS“ ist daher die Entwicklung eines neuen intra-aneurysmalen Implantats mit flussmodulierenden Eigenschaften. Der Einsatz einer innovativen Werkstoffkombination soll hierbei für eine vereinfachte Implantation und eine ideale Abdichtung des Aneurysmas sorgen. Zu lösende Herausforderungen in der Realisierung des Vorhabens liegen in der Entwicklung der Konstruktion der filigranen Nitinol-Trägerstruktur, der Erforschung und Entwicklung einer funktionalisierten, faserverstärkten Polymer-Membran zur Umlenkung des Blutstroms. Dazu werden die material- und werkstoffwissenschaftlichen sowie die klinischen und neuroradiologischen Kompetenzen von Universitäten und Unternehmen in NRW interdisziplinär gebündelt.

Neben der phenox GmbH, die seit über 10 Jahren Medizinprodukte zur neurovaskulären Schlaganfallbehandlung herstellt und international vertreibt, sind die ebenfalls in Bochum ansässige  femtos GmbH, ein auf miniaturisierte Laserverfahren spezialisiertes Start-Up Unternehmen, die Ruhr-Universität Bochum mit dem Lehrstuhl für Werkstofftechnik, das Institut für Textiltechnik an der RTWH Aachen in Aachen und die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie am Universitätsklinikum Aachen an der Projektumsetzung beteiligt.

„Mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten zur Vermeidung des hämorrhagischen Schlaganfalls geleistet“, so phenox-Geschäftsführer Dr.-Ing. Hermann Monstadt, „zudem untermauern wir unsere Position als innovativer Medizinproduktehersteller in diesem Bereich.“

 „IANIS“ ist bereits der zweite große Fördermittelwettbewerb indem sich die phenox GmbH dieses Jahr behauptet, nachdem man sich bereits im April dieses Jahres zusammen mit beteiligten Projektpartnern im KMU-NetC Wettbewerb eine umfangreiche Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung  (BMBF) sichern konnte. 

 

Dieses Projekt wird gefördert durch: